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Psychomotorische Förderung an der Michael - Ende - Schule

Zur psychomotorischen Förderung  werden den Schülern der Eingangsklassen sowie den ersten Klassen psychomotorische Bewegungslandschaften angeboten. Hierbei gilt es verschiedene motorische Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Form einer Rahmenhandlung zu vernetzen. Die Auswahl der Materialien und der damit gestaltete Hallenaufbau orientieren sich an den für die Stunden ausgewählten Schwerpunkten, die im sozial-kognitiv-kooperativen, motorischen oder sprachlich auditiven Bereich liegen können.

Hierbei orientiert sich die  Förderung an den Schwerpunkten nach GALLINAT und RIX, die individuell den personellen, räumlichen und sächlichen Gegebenheiten unserer Schule angepasst und entsprechend der individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen unserer Schüler modifiziert werden.
Dabei gilt das Prinzip der Therapieimmanenz; d.h. in jede Motorikstunde werden sprachheilpädagogische Handlungsangebote integriert. Anhand der gewählten Themen können so, individuell auf den Entwicklungsstand der Schüler, angepasste Phantasielandschaften entstehen, in denen motorische – sozial-kooperative und sprachliche Kompetenzen gefordert und gefördert werden.

Folgende Anforderungen bilden somit den Rahmen für die psychomotorische Förderung. Diese sind in ihrer Interaktion und als Netzwerk zu verstehen.  Aus dem jeweiligem Förderbedarf der Gruppe und den gewählten Schwerpunkten wird somit ein aktuell angepasstes Angebot konstruiert, welches individuell verändert werden kann.

Sozial – kognitive und kooperative Anforderungen Motorische Anforderungen Sprachlich-auditiver Schwerpunkt/Sprachebenen/ abgestimmt auf aktuelle Unterrichtsinhalte
  • Konstuieren (Bauen etc.)
  • Training des Symbolver-ständnisses (Fantsieland-schaften)
  • Partner-taktisches Programm etc. (soziale Interaktion, Dialogfähigkeit)
  • ToM-Fähigkeiten (Perspektivübernahme, Erkennen von Gefühlen etc.)
  • abgestimmt auf individuelle Entwicklungsschwerpunkte hinsichtlich der dynamischen sowie statischen GKK/TKK
  • orientiert an den Handlungsstruktur-analysen nach (GALLINAT & RIX)
    • z.B.Klettern & Steigen
    • Gangarten
  • exekutive Funktionen (Handlungsplanung, Impulskontrolle, Flexibilität)
  • morpho-syntaktische Ebene
  • semantisch-lexikalische Ebene
  • phonetisch-phonologische Ebene
  • pragmatisch-kommunikative Ebene
  • unterrichsspezifische Ebene (z.B. phonologische Bewusstheit (CHRISTIANSEN)
  • auditive Ebene (LAUER & NICKISCH)
PSYCHOMOTORISCHES
ANGEBOT AN DER MICHEAL-ENDE-SCHULE
Motorisch-sprachlicher Handlungsrahmen, eingebettet in eine den Interessen der Schülerinnen und Schülern angepasste Abenteuergeschichte

 

1. Zeitlicher Handlungsrahmen/Dauer und Häufigkeit

Die Eingangsklassen nehmen  3x pro Woche am psychomotorischen Angebot unserer Schule teil.
Die ersten Klassen nutzen 2x pro Woche den Hallenaufbau. Die Psychomotorikstunden erfolgen parallel zum Förderunterricht (Schriftspracherwerb) der Eingangsklassen und ermöglichen die Schülerzahl der Lerngruppen in den Klassen zu reduzieren.

2. Aufbau/Ökonomie

Der Aufbau erfolgt 1 Stunde vor Unterrichtsbeginn, so dass effektiv die Unterrichtszeit genutzt werden kann. Sofern dies möglich ist, wird der Aufbau von anderen Klassen übernommen und genutzt. Einweisung sprachliche und motorische Ziele werden vor Unterrichtsbeginn mit den jeweiligen Lehrern abgestimmt.

3. Struktur

Die Landschaften sind in der Regel mit Stationsbezug seltener als Rundparcours konstruiert.

  • Einstieg in die Landschaft (Reise)
  • Stationsdemo ggf. Rundparcours (Modell der Handlung)
  • Sprachliches Angebot und ggf. Aufteilung der Gruppen
  • Motorische und sprachliche Handlung in der Landschaft
  • Feedback sowie Tipps/Metakommunikation
  • Rückreise 

(Modifikation entsprechend individueller Kompetenzen und Entwicklungserfordernissen)

 


 



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