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Lernstudio Hören

 
Kinder lernen durch gezieltes Hören ihre Aussprache zu kontrollieren (äußere Feedbackschleife). Durch die Schulung der Selbstwahrnehmung auf Sprachprozesse wird die Verbesserung sprachlicher Kompetenzen möglich. Der Schriftspracherwerb sowie der Auf- und Ausbau der Lesekompetenzen wird durch die Basisfähigkeit des Hörens unterstützt.

Wir sehen aus diesen Gründen die Fähigkeit des Hörens als Grundlage für den erfolgreichen Schuleinstieg an. Diese Grundhaltung bildet den Rahmen für die gezielte Schulung der Hörwahrnehmung unserer Schüler ab  der Eingangsklasse.

 

Diagnostik:
Als Ausgangspunkt einer gezielten Förderung gilt hierbei eine gründliche Lernprozessbegleitende Diagnostik durch das jeweilige Stufenteam. Hierzu zählen Unterrichtsbegleitende Beobachtungen der Klassenlehrer im sprachimmanenten Unterricht, sprachtherapeutische Beobachtungen additiver Förderung sowie Beobachtungen im Fach- bzw. Psychomotorikunterricht.
Durch ein Motorikscreening, welches die Überprüfung auditiver Bereiche beinhaltet und mit allen SchülerInnen unserer Schule im E- Klassen Eingangsbereich durchgeführt wird, werden u.a. Hinweise auf auditive Verarbeitungsschwächen gesammelt.

Die E- Klassen Kinder werden zudem über ein Computerprogramm AUDIVA hinsichtlich ihrer auditiven Kompetenzen überprüft. Hier werden u. a Bereiche wie dichotisches Hören, auditive Merkfähigkeit, auditives Arbeitsgedächtnis, Lautdifferenzierung, auditive Sequenzierung (u.a.) überprüft. Die Ergebnisse dieser Überprüfung münden u.a. in computergestütze gezielte Fördersequenzen in den Klassen.

 

Klasseninterne Förderung auditiver Kompetenzen
Klassenintern wird über sprachtherapeutische Spiele und in den sprachimma-nenten Unterricht eingebettete Übungen die Hörwahrnehmung und Verarbeitung geschult.
Ergänzend wird die phonologische Bewusstheit durch das Programm „Wuppi- Abenteuerreise durch die phonologische Bewusstheit“, welches in jeder E-Klasse durchgeführt wird, geschult. Phasen des Trainings der phonologische Bewusstheit sowie des gezielten Hörens werden in den Fach sowie fächer-übergreifenden Unterrichtes integriert. Die Maßnahmen zur Förderung auditiver Kompetenzen werden in Abenteurergeschichten und aktuelle Klassenthemen eingebettet, um das Hören bedeutungsvoll zu einem Hörerlebnis zu machen. 
Unsere Klassen sind zudem mit computergestützten Hörförderprogrammen (z.B. Audiolog, Graf Ortho) ausgestattet. Diese werden in der täglichen Arbeit mit dem Wochenplan einbezogen und stehen Kindern mit Förderbedarf hinsichtlich auditiver Kompetenzen zur Verfügung.

 
Hörförderung durch das Lesekonzept
Das an unserer Schule verwendete Lesekonzept, das auf SOMMER-STUMPENHORST basiert, sieht ein gezieltes Differenzierungstraining von Lauten bzw. Graphemen vor.
In selbstständiger Arbeit mit dem Hör- , Schreib-  und Sehpass lernen unsere Schülerinnen An- In- Auslaute zu differenzieren.

 

Klassenübergreifende Hörförderung durch den Psychomotorikunterricht
In den psychomotorischen Abenteurerlandschaften sowie Unterrichtsphasen werden den SchülerInnen Möglichkeiten zum Training auditiver Funktion an-geboten. Hierbei wird das Hören als bedeutungsvolles motivierendes Erlebnis in die einzelnen Abenteuer integriert.

 

Lernstudio Hören
Ergänzend zur klasseninternen Förderung auditiver Kompetenzen existiert das Lernstudio Hören. Dieses sieht vor, Kindern der 1-2 Klassen, einen Rahmen zum ergänzenden Trainieren ihrer auditiven Kompetenzen zu geben. Im Lernstudio Hören  erhalten einzelne Kinder bzw. Kleingruppen die Möglichkeit durch Spiele und gezielte Übungen am Computer ihre Hörkompetenzen zu verbessern.

 

Lernstudio Lesen
Im Lernstudio Lesen wird der Schriftspracherwerb von Kindern in Kleingruppen unterstützt. Die Förderung sieht die Schulung auditiver Kompetenzen vor-aus. U.a. wird der Lateraltrainer von AUDIVA sowie das Computerprogramm von  Graf Ortho eingesetzt, um die Hörverarbeitung zu stützen.

 

Beratung
Die Diagnostik auditiver Kompetenzen mündet, sollte dieses erforderlich sein, in eine gezielte Beratung der Eltern, um ergänzende Unterstützung sowie gezielte Förderung zu initiieren. Hierbei wird den Eltern ggf. eine weitere Über-prüfung der HörKompetenzen durch einen Pädaudiologen angeraten, um ggf. eine zentralauditive Verarbeitungsstörung und weitere Hörstörungen, welche durch externe Hilfen behoben werden können, auszuschließen
Darüber hinaus gilt es die Lernumgebung im System Schule &  außerschulischen Bereich „hörfreundlich“ zu gestalten, dieses kann u.a. schon durch eine Reduktion von störenden Hintergrundgeräuschen oder  durch eine entsprechende Schallreduzierende Gestaltung des Raumes erreicht werden.
 

Grafik zum Lernstudio Hören  

 



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